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Pfeifer
Gold am Boden und Silber am Seitpferd – Toba Gold an den Ringen
Überaus erfolgreich präsentierten sich Hannovers Turner bei den
deutschen Meisterschaften, die im Rahmen des deutschen Turnfests in
Leipzig stattfanden.
>> Bereits im Mehrkampf zeigten
Marius Toba und Sergej Pfeifer „den Umständen entsprechend“
hervorragende Leistungen. Pfeifer, der durch eine Schulteroperation noch
arg im Trainingsrückstand war, erreichte mit 52.275 Punkten einen
respektablen 7. Platz und qualifizierte sich für die Finals am Boden
und Pauschenpferd. Marius Toba, der aufgrund einer Ellenbogenverletzung
auf einen Start am Pauschenpferd verzichten musste, hätte sich mit
einer 8.1 am Pauschenpferd auf Rang sechs geturnt – eine veritable
Leistung für Deutschlands ältesten Turner. Dass in Hannover auch
weiterhin gute Arbeit geleistet wird demonstrierten die beiden Athleten
jedoch in den Gerätefinals.
>> Sergej turnte im Bodenfinale
eine blitzsaubere Bodenübung und konnte sich mit 9.375 deutlich vom
zweitplatzierten Thomas Andergassen (9.175) distanzieren. Pfeifer war
auch der einzige Turner der mit einem Doppeltwist gebückt in der ersten
Bahn einen Rückwärtssprung hoher Qualität und Schwierigkeit zeigte.
>> Sehr spannend wurde es dann im
Pauschenpferdfinale: Die ersten beiden Turner, darunter
Mehrkampfmeister Sven Kwiatkowski, mussten das Gerät verlassen. Die
erste wirklich saubere Übung turnte Thomas Andergassen, der eine 9.575
für seinen Vortrag erhielt. Entsprechend groß war die Spannung auf den
Rängen, als Sergej Pfeifer als letzter ans Gerät ging. Eine technisch
anspruchsvolle und sauber geturnte Kür – bis zum Abgang: Hier musste
er leider ein wenig nachdrücken um noch in den Handstand zu gelangen
und erreichte so mit 9.362 Punkten „nur“ den zweiten Platz hinter
Thomas Andergassen.
Im Finale an den Ringen war
eigentlich schon vorher klar wer gewinnen würde. In Deutschland gibt es
einfach keinen zweiten Turner, der die Kraftelemente so wie Marius Toba
beherrscht. Aus Expertenmunde war außerdem zu hören, dass der Abstand
zwischen Toba und seinen Konkurrenten durchaus noch höher hätte sein können.
Denn im Ringefinale wurden häufig Schwierigkeiten anerkannt, die man
aufgrund zu großer Lageabweichungen eigentlich nicht mehr hätte
anerkennen dürfen. Toba präsentierte seine Kür wie man es von ihm
gewohnt ist – kraftvoll, elegant und den Abgang genau in den Stand.
Dafür gab es dann vom Kampfgericht mit 9.587 auch die Tageshöchstnote
– und das für einen 34-jährigen!
Der
Nachwuchs: Spitzenarbeit wurde belohnt!!
Erfolgreich konnte sich auch der Nachwuchs von Trainer
Peter Scholz in Leipzig präsentieren. Der wohl größte
Erfolg ist der zweite Platz im Mehrkampf durch Max
Wittenberg-Voges in der AK 12, der allerdings für seinen
Heimatverein MTV Vechelde startete. Mit 56.05 Punkten blieb er nur 1.5
Zehntel hinter dem erstplatzierten Marvin Pokroppa vom TSV Rudow zurück.
Bei einem derartig knappen Ergebnis spielen Kampfrichterwohlwollen und
Kampfrichterherkunft eine nicht unbedeutende Rolle, so dass sich Max im
nächsten Jahr gute Chancen ausrechnet, seinen Konkurrenten auf Rang
zwei zu verweisen. Ebenfalls in der AK 12 konnte sich Andreas Toba mit
53.775 den achten Rang sichern. In der AK 13/14 erreichte Artur Ziegler
mit 46.20 Punkten den 11. Rang und der erst 13 Jahre alte Murat Yildirim
mit 45.20 Punkten den 18. Platz. Artur konnte sich außerdem für das
Ringefinale qualifizieren und erturnte sich dort mit 8.25 Punkten die
Silbermedaille hinter Tilo Steinbach aus Chemnitz (8.30 Pkte).
Trainer
Peter Scholz zeigte sich zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge:
„Langsam aber sicher beginnt die Arbeit hier Früchte zu tragen. Es
dauert halt alles ein bisschen, aber jetzt geht es langsam bergauf.
Letztes Jahr hat Boso Schmidt zum ersten Mal seit 1996 wieder eine
Medaille im Jugendbereich nach Hannover gebracht. Dieses Jahr haben wir
einen Vizemehrkampfmeister, der auch durchaus hätte Meister werden können,
und einen Vizemeister an den Ringen. Wenn wir kontinuierlich
weiterarbeiten, werden wir das Ergebnis bei den nächsten
Meisterschaften noch verbessern können.“ Besonders freute sich Peter
Scholz über Arturs Ringemedaille, denn Artur konnte verletzungsbedingt
für zwei Jahre nicht richtig trainieren und turnte dieses Jahr auch zum
ersten Mal einen Sechskampf bei den Meisterschaften mit.
(Bericht: Heiko Strugalla)
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