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       Boso Schmidt deutscher Vizemeister am Seitpferd.

03-Juni-2001


Boso Schmidt



Murat Yildirim

 


Muaz Malik

 

 

Beginnen wir mit dem Erfreulichsten zuerst: 
Boso Schmidt ist deutscher Vizemeister am Seitpferd und hat damit das Ziel erreicht, was er sich für diese Meisterschaften gesetzt hatte. Mit zwei fehlerfrei geturnten Kürdurchgängen (92.6) und einem 10. Platz im Mehrkampf qualifizierte sich Boso am Seitpferd, den Ringen und am Barren für das Gerätefinale. An den Ringen und am Barren musste er sich trotz fehlerfreien Vortrags „nur“ mit Platz 7 zufrieden geben, am Seitpferd jedoch reichte es mit 8.5 Punkten zur Silbermedaille hinter Rene Piephardt, dem deutschen Mehrkampfmeister.
Dieser Erfolg zeichnete sich jedoch auch schon in den Kürdurchgängen im Mehrkampf ab: Auch hier lag Boso mit 8.45 und 8.35 jeweils an zweiter Stelle hinter Rene Piephardt.

 

Boden

Seitpferd

Ringe

Sprung

Barren

Reck

Boso Kür 1

6,95

8,45

7,45

7,65

7,8

7,7

Boso Kür 2

7,3

8,35

7,8

7,7

7,65

7,8

Murat

8,8

8,9

8,95

9,2

8,95

8,2

Ein bißchen Pech hatte Murat Yildirim in der AK 11/12, der mit 53.00 Punkten im Endeffekt auf Platz 12 im Mehrkampf landete. Insgesamt turnte er einen sicheren und sauberen Wettkampf – nur nicht am Reck. Ein Patzer am Königsgerät warf ihn vom bisher gehaltenen Platz 6 auf Platz 12 zurück, mit dem er sich am Ende zufrieden geben musste. Dieser „krasse“ Abfall lässt sich damit erklären, dass Fehler in der Pflicht grundsätzlich härter zu Buche schlagen. Hier wird dann nicht nur der Fehler, sondern eventuell gleich das gesamte Teil abgezogen.

Muaz Malik war von vornherein angereist, um ein bisschen Luft auf nationaler Ebene zu schnuppern, Hoffnungen auf einen Platz auf den vorderen Rängen in der AK 13/14 hatte er sich nicht gemacht. Dennoch turnte er einen sauberen Wettkampf und konnte mit 89.05 Punkten den 34. Platz bei immerhin 45 Teilnehmern erkämpfen.

Ob Boso und Murat den Sprung in den Nationalkader geschafft haben, steht derzeit noch nicht fest, die Entscheidung hierüber wird in den nächsten Tagen fallen – „Wir halten sie auf dem Laufenden“.

Übrigens: zum „Schnuppern“ war auch Max Wittenberg-Voges mit seinen Eltern angereist, damit er sich seine zukünftige Konkurrenz schon mal aus nächster Nähe ansehen konnte. Max ist bereits im C/D-Kader, darf aber laut DTB-Regelung erst mit 12 Jahren an deutschen Meisterschaften teilnehmen. Er freut sich jetzt schon auf ein Wiedersehen mit der Konkurrenz.  (H.Strugalla)

 

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