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Nachmittags-Wettkampf:
Der TKH in der B-Gruppe .... |
"Heute morgen wurde ziemlich
schlecht geturnt", zieht Bundestrainer Rainer Hanschke
ein ernüchterndes Fazit während der Halbzeit des Bundesliga-Auftaktes nach der A-Gruppe
am Vormittag in der Dillinger Kreissporthalle:
"Vor allem die Berliner haben enttäuscht."
Er hoffe aber, dass seine Schützlinge aus Hannover, Stuttgart und Chemnitz dann in
der zweiten Gruppe, besser in Schuss sind......
Sein Tipp kurz vor Wettkampfbeginn der B-Gruppe am Nachmittag:
"Hannover oder Stuttgart: Einer von beiden gewinnt."
Was dieser Tipp wohl wert war ....? |

Bundestrainer Hanschke:
Unzufrieden ...
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1. Durchgang:
Am Anfang erst mal nichts.
Nach einer desolaten Vorstellung mit drei Siebener-Wertungen
am Boden lagen die Stuttgarter mit 32,05 Punkten zunächst auf dem letzten Platz. Ganz
knapp schlagen die Gastgeber TG Sar mit einem überragenden Valeri Pereshkura
(Yurtchenko-zweieinhalbfach-Schraube, 9,5 Punkte) die Hannoveraner Riege, die trotz eines
Absteigers von Marius Toba am Pauschenpferd, der ihm nur 8,85 Punkte einbrachte - noch
35,9 Punkte holten.
Trotzdem waren die Hannoveraner auf bestem Wege, eine runde
Mannschaftsleistung abzuliefern, diesem Team traute man eine Steigerung zu .....
Marius Toba
ist unmittelbar vor seinem Einsatz noch zu Späßchen aufgelegt... |
2. Durchgang: Am zweiten Gerät
läuft es tatsächlich für beide Teams besser:
Dennis Hoffmeister legt an den Ringen 8,6 Punkte vor, Nistor Sandor erhöht auf
9,15 Punkte, Toba lieferte gewohnt sichere 9,55 Punkte ab und Pfeifer ist mit 9,4
zufrieden.Auch die geschockten Stuttgarter
fangen sich:
Robert Mai schwingt sich auf 8,7 Punkte, Thomas Andergassen (9,0) zeigte bei seinem
ersten Bundesliga-Auftritt Nervenstärke, Stefan Zapf holt immerhin 9,2 Punkte und
Alexander Beresh überragende 9,75.
Damit setzen sich die Hannoveraner erst einmal mit 72,60 Punkten an die Spitze des
Feldes, knapp vor der TG Saar.
Mit einigem Abstand folgen Chemnitz, Stuttgart und Oppau. |

Debütant Thomas Andergassen und
Waleri Belenki: Letzte Tipps vorm Wettkampf: Der junge Stuttgarter holte 9
Punkte.
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EnBW Stuttgart - hier mit Stefan
Zapf, für den es glänzend an den Ringen lief .....
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3. Durchgang:
An den Ringen kommen die Stuttgarter endlich in Schwung.
Teamchef Jürgen Garziella atmet auf, als er die Ergebnisse zusammenrechnete. Mit
37 Punkten gewinnt seine Mannschaft das Gerät und rückt nun auf den zweiten Platz vor.
Unangefochten an der Spitze aber bleiben die Hannoveraner, die am Sprung ein keineswegs
hervorragendes, aber wenigstens ordentliches Ergebnis ablieferten. Pfeifer bekommt seinen
"Roche" nicht ganz in den Griff, stößt aber auf verständnisvolle
Kampfrichter, die ihm noch 9,15 Punkte geben.
4. Durchgang:
Hannover hat seinen ganz starken Auftritt am vierten Gerät, dem
Barren: "Oldy" Ralf Büchner ist noch der Schlechteste - holt aber 9,0
Punkten.
Nistor Sandro und Marius Toba wurden mit jeweils 9,5 Punkten nicht zu schlecht
bedient, Pfeifer übertrumpft die beiden sogar noch mit 9,60!.
Stolze 37,6 Punkte dürfen die Niedersachsen ihrem Konto gutschreiben.
Das Restprogramm können sie in Ruhe angehen...
...zumal die Stuttgarter weiter patzen: Am Sprung setzen sowohl Stefan Zapf als
auch Alexander Beresch ihre Überschlag-Doppelsalti sehr unsicher auf die Matte und
bleiben in den Achter-Wertungen hängen. Bester Stuttgarter ist Robert Mai mit seinem
Kasamatsu. |
5. Durchgang: Olaf
Nienstedt reiht sich am Reck in die Leistung seiner Mannschaftskameraden nahtlos ein:
Zwar ohne überragende Übung erturnen die Hannoveraner solide 35 Punkte vor ihrem
Angstgerät, dem Boden. Damit liegen sie jedoch- fast uneinholbar in Führung. Doch
Teamchef Wulf Greite schwant Böses: Am Boden sind nämlich ruck-zuck.... vier
Punkte weg ....!!
Währenddessen steigen die Stuttgarter Zimmermann und Uwe
Billerbeck unreiwillig vom Barren ab. Garziella muss einen Joker setzen - und der sticht.
Der Abiturient Alexander Otto rettet mit 8,75 Punkten nach Zapfs solider und Bereshs
überragender Kür den Vorsprung vor dem Dritplatzierten Chemnitz.
6. Durchgang:.... nun "drohte" den Schwaben das Reck, an
dem bekanntlich viel passieren kann... aber Ende gut, alles gut.
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Bester Mehrkämpfer: Sergej Pfeifer
Auch war er der einzige Turner, mit dem
Bundestrainer Hanschke wenige Wochen vor den Europameisterschaften zufrieden war.
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Das Team von Reinhard Rückriem
verzichtet am Boden auf Patzer und "schaukelte" seinen Vorsprung sicher nach
Hause, und auch die Schwaben bleiben ebenfalls ziemlich manierlich am Reck
"kleben" - Uwe Billerbeck allerdings nur dank Improvisationsgeschicks - und
überragender Turner war dort einmal mehr der Ukrainer Alexander Beresh, der mit 9,65
Punkten den Tageshöchstwert am Königsgerät aufstellte.
Bester deutscher Turner des gesamten Wettkampfes war Sergej Pfeifer,
der mit 55,85 Punkten auch das höchste Mehrkampfresultat erzielte, auch wenn er am Ende
seiner Bodenübung im 6. Durchgang nicht mehr voll zu turnen brauchte...also noch Reserven
hat. |

Rückriem & Team:
Gratulation...!
....denn wenn man bei Trainer Reinhard Rückriem
ein winziges Lächeln im Mundwinkel zu erkennen glaubt, dann will das schon eine Menge
bedeuten...!!
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Ende gut, alles
gut: In den Hannover- und Stuttgart-Teams kam langsam die Freude auf.
Zufrieden mit seinem Stuttgarter-Team war Jürgen Garziella:
"Der zweite Platz ist hervorragend. Mehr war nicht drin, weil wir auf Belenki
verzichten mussten. Boden und Sprung waren nicht so toll, aber vor allem am Pauschenpferd
und an den Ringen ist es sehr gut gelaufen. Man muss auch sehen, dass wir einige junge
Leute in unsere Mannschaft eingebaut haben. Bis Herbst werden auch Belenki und Sergei
Erjutin wieder fit sein."
Bundestrainer Hanschke hatte also richtig getippt, war aber insgesamt unzufrieden: Nur
die Leistung von Sergei Pfeifer habe gestimmt!
TKH-Teamchef Wulf Greites Fazit:
"Das war Klasse! Jetzt haben wir eine hervorragende Ausgangsposition für die
Rückrunde. Jetzt haben wir erst einmal Stuttgart geschlagen. Aber wir müssen noch gegen
Berlin, Cottbus und Halle antreten. Das wird schwer." |
Dann lief die
Gratulationskur im Siegerteam, das die ausgeglichenste Mannschaftsleistung aller 10
Erst-Bundesligateams ablieferte!
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Fazit:
Es knirscht noch Sand im Getriebe einiger Bundesligisten.
Ohne die ausländischen Turner, die durch die Bank zwar einsame Klasse waren,
stünde das deutsche Turnen ziemlich mickrig da. Nur Wenige konnten überzeugen, am
meisten noch Sergei Pfeifer (55,85), der als einziger Nationalturner wirklich fehlerfrei
blieb. Einigermaßen mithalten konnten noch Dimitri Nonin aus Berlin und
der Saarländer Sergei Charkow, die allerdings mit leichten Blessuren an
den Start gingen. Zu viele Fehler unterliefen den anderen deutschen Turnhoffnungen, wie
Sven Kwiatkowski (Chemnitz), René Tschernitschek oder Stefan Zapf (Stuttgart).
Dass sie turnen können, haben sie schon bewiesen. Nur müssen sie es eben auch einmal in
einem Wettkampf an allen sechs Geräten zeigen |
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( Aus Dillingen berichtete für den TKH
GYMmedia-Korrespondent
Reinhard Linder) |
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